Bankrecht

Widerruf von Darlehensverträgen

Pressemitteilung zum Widerruf von Darlehensverträgen

Der Bundesgerichtshof hat einzelne Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehensverträgen beanstandet; dies betrifft eine Vielzahl von Verbrauchern, Banken und Versicherungen.

Mutmaßlich sind mehr als zwei Drittel der Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehensverträgen, die zwischen 2002 und 2010 abgeschlossen wurden, fehlerhaft und damit unwirksam, da diese dem für ihre Wirksamkeit erforderlichen Deutlichkeitsgebot des § 355, Abs. 2, Satz 1 BGB nicht entsprechen (BGH Urteile vom 09. Dezember 2009, Az.: VIII ZR 219/08; vom 10. März 2009, Az.: XI ZR 33/08; vom 10. März 2011, Az.: XIII ZR 82/10; vom 28. Juni 2011, Az.: XI ZR 349/10).

Da die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Widerrufsfrist von zwei Wochen erst mit der wirksamen Widerrufsbelehrung begann, können Darlehensnehmer ihre Darlehensverträge noch jetzt widerrufen. Sie müssen dann im Falle eines erfolgreichen Widerrufes keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen und können den ausstehenden Darlehensbetrag zu heute geltenden – oftmals deutlich günstigeren – Konditionen refinanzieren.

Auch die Stiftung Warentest hat in der Zeitschrift Finanztest Heft 07 aus 2014 auf die Fehlerhaftigkeit zahlloser Kreditverträge insbesondere auch Immobiliendarlehensverträge hingewiesen. Den Artikel "So kommen Sie aus teuren Kreditverträgen raus" finden Sie unter: www.test.de/Immobilienkredite-So-kommen-Sie-aus-teuren-Kreditvertraegen-raus-4718800-0/. Im Zusammenhang mit diesem Artikel hat die Stiftung Warentest auch eine Liste der Rechtsanwälte veröffentlicht, die bereits erfolgreich, Immobilienkredite bei Banken widerrufen haben, auf der auch die Rechtsanwälte von Moers aufgenommen wurden. Die Liste finden Sie unter: www.test.de/Immobilienkredite-So-kommen-Sie-aus-teuren-Kreditvertraegen-raus-4718800-4719373/.

Dabei ist zu erwähnen, dass der Bundesgerichtshof die Rechte von rechtsschutzversicherten Verbrauchern erheblich gestärkt hat. Soll ein Immobiliendarlehensvertrag, der schon länger läuft als die Rechtsschutzversicherung besteht, widerrufen werden, muß die Rechtsschutzversicherung unter bestimmten Bedingungen die Deckung übernehmen, wenn die Ablehnung des Widerrufsrechtes im versicherten Zeitraum liegt. Auf den Abschluss des Darlehensvertrages kommt es hierbei nicht an (vgl. BGH Urteil vom 24. April 2013, Az.: IV ZR 23/12).

Ihre Ansprechpartner: Gela Giashvili und Volker v. Moers


Bankrecht

Im Kompetenzbereich Bankrecht vertreten wir unter anderem die Interessen von Anlegern gegenüber Kreditinstituten. Daneben beraten wir auch in allen Angelegenheiten, die Darlehen, Bürgschaften oder Kreditsicherheiten zum Gegenstand haben.

Unsere Tätigkeiten im Bankrecht erstrecken sich unter anderem auf folgende Gebiete:

  • Prüfung und Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen aus Anlagegeschäften,
  • Beratung bei Kreditvergabe- und Kündigung,
  • Erstellung von Finanzierungsplänen,
  • Bestellung, Löschung und Inanspruchnahme von Sicherheiten und Bürgschaften sowie
  • Verhandlungen mit Banken bei der Rückzahlung von Krediten.

Im Bereich Finanzdienstleistungen waren wir mehrfach im Auftrag von Mandanten mit der verantwortlichen Betreuung von Immobilienfonds während der Anlaufphase befasst. In diesem Zusammenhang wurden von uns unter anderem die erforderlichen Verträge konzipiert und aufgesetzt.

Im Kapitalanlagebereich wurden Ansprüche von Anlegern gegen Kreditinstitute wegen schuldhafter Falschberatung bei der Geldanlage von uns geltend gemacht und erfolgreich durchgesetzt.

Ihr Ansprechpartner: Claus Koslowski